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Walter Timm, ein Überlebender des Todesmarsches

Wanderausstellung in der Prignitz und dem Ruppiner Land

Mit einer Wanderausstellung erinnert das Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg e.V. im weiteren Verlauf des Jahres 2010 an Walter Timm. Die Ausstellung wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert. Zum Projekt gehören Begleitveranstaltungen für Jugendgruppen, Schulklassen und Gruppen zivilgesellschaftlichen Engagements in der Region. Weitere Informationen demnächst auf dieser Website. alt Flyer zum Download

 

 

Jahrestage der Befreiung der Konzentrationslager und Folterstätten in Brandenburg

Erinnerung an die im Zuchthaus Brandenburg-Görden exekutierten homosexuellen Männer

Am Sonntag, dem 25. April 2010, erinnerte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Zum ersten Mal konnte im Rahmen der Veranstaltung der Hannoveraner Sachbuchautor Rainer Hoffschildt auch an die Häftlinge erinnern, die wegen ihrer Homosexualität in diesem Zuchthaus hingerichtet wurden. alt Weitere Informationen  alt Rede von Rainer Hoffschildt

Gedenkfeier für Sachsenhausen-Überlebenden Walter Schwarze

Walter Schwarze 1961
Am Sonntag, dem 18. April 2010, fand die Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen statt. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. veranstaltete aus diesem Anlass eine Gedenkfeier für den Friseur Walter Schwarze, der im Dezember 1940 nach Sachsenhausen verschleppt worden war. Alexander Zinn, Pressesprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg und Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hielt eine Rede über Schwarzes Lebensweg. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier vom Chor „Rosa Cavaliere“. 

alt  Weitere Informationen  alt Rede von Alexander Zinn

Eberhard Zastrau im Gespräch mit Walter MorgenbesseraltGedenkveranstaltung für das Männerlager Ravensbrück

Das Gedenken zum 65. Jahrestag der  Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück enthielt am 18. April auch eine Veranstaltung zur Erinnerung an das Männerlager. Gemeinsam mit den Gruppen UM-queer und Hollerhof erinnerte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) erstmals an drei Lebenswege von Rosa-Winkel-Häftlingen dieses Konzentrationslagers. Eberhard Zastrau, der dem Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten von 2001 bis 2007 angehörte, nannte dabei auch die vollen Namen der Opfer. 

alt Rede von Eberhard Zastrau

Gedenkveranstaltung am Außenlager Heinkel

Erstmals erinnerte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) gemeinsam mit der französischen Amicale am Gedenkstein für das Außenlager Heinkel an den Häftlingsarzt Dr. Bernhard Langer. Es sprach Ulrich Keßler, Mitglied des Landesvorstandes der LSVD Berlin-Brandenburg

alt Rede von Ulrich Keßler

Die weiteren Veranstaltungen im Zeitraum vom 13. bis zum 25. April 2010

Zu den 65. Jahrestagen der Befreiung der Konzentrationslager und Folterstätten in Brandenburg fanden im April 2010 zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Dabei wurde auch der verfolgten Homosexuellen gedacht. alt Weitere Informationen


 


Rudolf Brazda nach Unfall bei Gedenkfeier wohlauf

Überlebender des KZ Buchenwald stürzte bei dem Versuch das Podium zu betreten












Rudolf Brazda und Klaus Wowereit


LSVD-Ehrenmitglied Rudolf Brazda, der sich bei einem Sturz bei der Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Christopher Street Day (27. Juni 2009) verletzt hatte, ist inzwischen wieder wohlauf. Brazda hatte nach der Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesjustizministerium, Alfred Hartenbach, spontan eine Ansprache halten wollen. Bei dem Versuch, das Podium zu betreten, stürzte er und zog sich Schürfwunden an Stirn und Ellenbogen zu. Weitere Informationen unter www.homosexuellen-denkmal.de

 

Gedenken an homosexuelle NS-Opfer in Sachsenhausen

Am 19. April wurde der Befreiung des KZ Sachsenhausen gedacht

Am Sonntag, dem 19. April 2009, fand die Gedenkveranstaltung zum 64. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen statt. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V. veranstaltete an diesem Tag wieder eine Feier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.

Foto: Richard Grune 1922

In diesem Jahr war die Gedenkfeier dem Maler Richard Grune gewidmet. Grune wohnte Anfang der dreißiger Jahre in Berlin. Im Dezember 1934 wurde er im Rahmen der ersten Razzien auf Homosexuelle verhaftet, weil er in seinem Atelier schwule Partys veranstaltet hatte. Zunächst kam er für ein halbes Jahr ins Konzentrationslager Lichtenburg. Im Mai 1935 kam er frei, gleichzeitig wurde er aber nach § 175 wegen „widernatürlicher Unzucht“ angeklagt. 1936 wurde Grune zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wurde er 1937 ins Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt. Dort erstellte Grune ein Lagerliederbuch, in dem er unter anderem das berühmte „Lied der Moorsoldaten“ illustrierte. 1940 kam Grune in Konzentrationslager Flossenbürg, wo er bis zur Befreiung durch die Amerikaner war. Nach 1945 hat Grune unter dem Titel „Passion des XX. Jahrhunderts“ Lithographien über seine KZ-Jahre veröffentlicht. Er starb 1983 in Kiel.

Alexander Zinn, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg und Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hielt eine Rede über Grunes Lebensweg. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom schwulen Männerchor „Männer-Minne“.

Rede von Alexander Zinn

 

Gedenkveranstaltung für schwule NS-Opfer

Paul O´MontisAm 20. April 2008 fand die Gedenkveranstaltung zum 63. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen statt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) veranstaltete an diesem Tag wieder eine Gedenkfeier für die schwulen Opfer des NS-Terrors.

In diesem Jahr war die Feier dem Sänger und Kabarettisten Paul O'Montis gewidmet, der in den 20er Jahren zu den Stars der Berliner Kabarettszene gehört.
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