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Jahrestage der Befreiung der Konzentrationslager und Folterstätten in Brandenburg

Zentrale Veranstaltungen – 16. bis 25. April 2010
Zu den 65. Jahrestagen der Befreiung der Konzentrationslager und Folterstätten in Brandenburg finden im April 2010 zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Dabei wird auch der verfolgten Homosexuellen gedacht werden. Weitere Informationen


 


Rudolf Brazda nach Unfall bei Gedenkfeier wohlauf

Überlebender des KZ Buchenwald stürzte bei dem Versuch das Podium zu betreten












Rudolf Brazda und Klaus Wowereit


LSVD-Ehrenmitglied Rudolf Brazda, der sich bei einem Sturz bei der Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Christopher Street Day (27. Juni 2009) verletzt hatte, ist inzwischen wieder wohlauf. Brazda hatte nach der Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesjustizministerium, Alfred Hartenbach, spontan eine Ansprache halten wollen. Bei dem Versuch, das Podium zu betreten, stürzte er und zog sich Schürfwunden an Stirn und Ellenbogen zu. Weitere Informationen unter www.homosexuellen-denkmal.de

 

Gedenken an homosexuelle NS-Opfer in Sachsenhausen

Am 19. April wurde der Befreiung des KZ Sachsenhausen gedacht

Am Sonntag, dem 19. April 2009, fand die Gedenkveranstaltung zum 64. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen statt. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V. veranstaltete an diesem Tag wieder eine Feier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.

Foto: Richard Grune 1922

In diesem Jahr war die Gedenkfeier dem Maler Richard Grune gewidmet. Grune wohnte Anfang der dreißiger Jahre in Berlin. Im Dezember 1934 wurde er im Rahmen der ersten Razzien auf Homosexuelle verhaftet, weil er in seinem Atelier schwule Partys veranstaltet hatte. Zunächst kam er für ein halbes Jahr ins Konzentrationslager Lichtenburg. Im Mai 1935 kam er frei, gleichzeitig wurde er aber nach § 175 wegen „widernatürlicher Unzucht“ angeklagt. 1936 wurde Grune zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wurde er 1937 ins Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt. Dort erstellte Grune ein Lagerliederbuch, in dem er unter anderem das berühmte „Lied der Moorsoldaten“ illustrierte. 1940 kam Grune in Konzentrationslager Flossenbürg, wo er bis zur Befreiung durch die Amerikaner war. Nach 1945 hat Grune unter dem Titel „Passion des XX. Jahrhunderts“ Lithographien über seine KZ-Jahre veröffentlicht. Er starb 1983 in Kiel.

Alexander Zinn, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg und Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hielt eine Rede über Grunes Lebensweg. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom schwulen Männerchor „Männer-Minne“.

Rede von Alexander Zinn

 

Gedenkveranstaltung für schwule NS-Opfer

Paul O´MontisAm 20. April 2008 fand die Gedenkveranstaltung zum 63. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen statt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) veranstaltete an diesem Tag wieder eine Gedenkfeier für die schwulen Opfer des NS-Terrors.

In diesem Jahr war die Feier dem Sänger und Kabarettisten Paul O'Montis gewidmet, der in den 20er Jahren zu den Stars der Berliner Kabarettszene gehört.
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Die Männer mit dem Rosa Winkel

Homosexuelle in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Über die Website www.rosa-winkel.de

Auf der Website www.rosa-winkel.de wird über das Schicksal der homosexuellen Häftlinge in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern informiert. Damit sollen die Opfer geehrt und die Erinnerung an diese Schreckensperiode der schwulen Geschichte wach gehalten werden. Mit der Website www.rosa-winkel.de soll ein Zeichen gegen die Diskriminierung und die Verfolgung Homosexueller gesetzt werden.

Die Inhalte der Website www.rosa-winkel.de konzentrieren sich bislang auf die Geschichte der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück (Männerlager), denn die Situation der homosexuellen Häftlinge in diesen Konzentrationslagern ist vergleichsweise gut aufgearbeitet. Informationen zur Geschichte anderer Konzentrationslager sollen folgen. Nach und nach sollen auch einzelne Schicksale schwuler NS-Opfer dokumentiert werden. Darüber hinaus wird über das Berliner Homosexuellen-Denkmal und über Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen in den verschiedenen Gedenkstätten informiert.

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für die gesamte Website: © Alexander Zinn 2008